Edelhaar-Lexikon

Edelhaar-Lexikon

ALPAKA (Gattung: Lama, Familie: Kamel) — ALPAKA

Alpaka

Tier: Das Alpaka (Lama pacos oder Vicugna pacos) ist eine in den südamerikanischen Anden verbreitete domestizierte Schafkamelart, die vorwiegend ihrer Haare wegen gehalten wird. Der Lebensraum der Alpakas liegt auf bis zu 4000m Höhe bei einer Temperatur von bis zu -30°C.
Herstellung: Ein Alpaka kann nur alle 2 Jahr geschoren werden und wirft pro Schur ca. 3-4kg Faserstoff ab.
Eigenschaften: Alpakafaser besitzt eine Feinheit von 24-30 Mikron (tausendstel Millimeter) mit einer Länge von bis zu 50cm. Produkte aus diesem Material sind besonders weich und gelten als hautfreundlich. Alpaka ist dem Kamelhaar sehr ähnlich, jedoch etwas rauer.

ANGORAKANINCHEN (Familie: Hase) — ANGORA

Angorakaninchen

Tier: Das Angorakaninchen ist eine mittelgroße Kaninchenrasse und stammt aus England. In Deutschland spezialisierte sich die Züchtung des Angorakaninchens Ende des 18. Jahrhunderts zunächst auf die Felllänge. 25cm waren Standard, bis zu 40cm möglich! Erst nach Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde die Förderung der Wolle stark unterstützt.
Herstellung: Die Angorakaninchen produzieren eine ständig nachwachsende Wolle, die in Deutschland viermal jährlich geschoren und industriell verarbeitet wird. Die Wolle existiert in verschiedenen Farbnuancen. Weiß ist die beliebteste davon.
Eigenschaften: Angorawolle ist sehr leicht, glatt und weich und hat einen seidigen Glanz und filzt nicht. Sie ist stark wärmend und lädt sich elektrostatisch auf. Man verwendet sie deshalb häufig für Rheumawäsche, aber auch vermischt mit anderen Fasern, vor allem mit Wolle. In der ersten Zeit des Tragens haart die Angorawolle.

ANGORAZIEGE (Gattung Ziege, Familie: Hornträger) — MOHAIRWOLLE

Angoraziege

Tier: Die Angoraziege gehört zu der Rasse der Hausziegen. Die reinweiße Ziege hat langes, seidiges und lockig herabhängendes Haar. Im Gegensatz zum Schafwollhaar sind die Wollhaare der Angoraziege nicht gekräuselt. Angoraziegen stammen ursprünglich aus der Provinz Ankara in Anatolien, Türkei. Die nässe-empfindlichen und daher für das mitteleuropäische Klima wenig geeigneten Ziegen wurden bereits 1838 nach Südafrika und wenige Jahre später nach Kalifornien exportiert.
Herstellung:
Die Ziegen werden zweimal im Jahr geschoren, wobei ein Ertrag von ca 2,5kg pro Ziege geerntet wird. Das Material wird als Mohair für die Herstellung von Teppichen, Decken und Stoffen verwendet.
Eigenschaften:
Mohairwolle ist leicht gewellt, fein, weich und seidig glänzend. Sie ist sehr strapazierfähig und wird meist mit Wolle und anderen Fasern vermischt zu Strickwaren und Oberbekleidung verarbeitet.

BAKTRISCHES KAMEL (Gattung: Altweltkamel, Familie: Kamel) — KAMELHAAR

Tier: Das Kamelhaar, das in der Textilindustrie Verwendung findet, stammt fast ausschließlich vom zweihöckrigen Kamel oder baktrischen Kamel (Camelus bactrianus)ab. Kamele werden aus vielen Gründen gehalten: als Lieferant von Haar, Fleisch, Milch und als Transportmittel. In der Mongolei gibt es noch rund 800.000 gezüchtete Kamele und einige Tausende Wildkamele.
Herstellung: Jedes zweihöckrige Kamel produziert im Winterhalbjahr ca 7kg verwendbares Haar mit Flaumgehalt. Dieses Haar wird aus dem Haarkleid ausgekämmt und nach Farben sortiert (4 Farbtöne von créme bis dunkelbraun). Danach wird es gewaschen und entgrannt. Im Sommer werden die Kamele dann nochmals geschoren, um auch das gröbere Haar zu ernten. Diese Haare werden dann zur Herstellung von Seilen, Filzen, Teppichen etc eingesetzt.
Eigenschaften:
Das Flaumhaar des baktrischen Kamels liegt bei 17-22 Mikron, je nach Ursprungsgebiet. Es ist sehr fein, stark gekräuselt, seidig weich und gut wärmend. Das Material hat hervorragende Wärmeeigenschaften und bietet einen erstklassigen Temperaturausgleich. Ihm wird eine ähnlich „anti-rheumatische“ Wirkung zugesprochen, wie Angora Kaninhaar.

GUANAKO (Gattung: Lama, Familie Kamel) — GUANAKO

Guanako

Tier: Das Guanako, auch Huanako genannt, (Lama guanicoe) ist eine wildlebende Art innerhalb der Familie der Kamele (Camelidae). Es lebt vor allem im westlichen und südlichen Südamerika und ist die Stammform des domestizierten Lamas und möglicherweise des Alpakas.
Herstellung: Obwohl das Tier nicht geschützt ist, besteht die Gefahr des Aussterbens. Deshalb ist jegliche Herstellung von Produkten aus diesem Material nicht vertretbar.
Eigenschaften: Das Flaumhaar des Guanakos gehört mit 14-15 Mikron zu den feinsten der natürlichen Tierfasern.

KASCHMIRZIEGE (Gattung: Ziege, Familie: Hornträger ) — CASHMERE

Kashmirziege

Tier: Die Kaschmirziege (Capra Hircus) gehört zu der Rasse der Wollziegen. Die Bezeichnung Kaschmirziege ist ein Sammelbegriff für ca. 20 Ziegenrassen die sich durch langes, feines Granen Haar auszeichnet, das die kurze, feine und weiche Unterwolle verdeckt. Die schlappohrige und gehörnte Ziege stammt ursprünglich aus den Hochgebirgen des Himalaya und Pamir. Dort muss sie Temperaturen von bis zu – 40°C ertragen. Das Tier kommt in den Farben grau, weiß, schwarz und braun vor. Größter Cashmerelieferant ist China mit 60% der Weltmarktproduktion. Große Farmen sind auch in Australien und auf Neuseeland zu finden. In Europa, wo fast nur weiße Tiere gezüchtet werden, weil sich die weiße Wolle beliebig einfärben lässt, ist Schottland führend. Der Beste Cashmere stammt allerdings aus der Region um Nepal, Tibet und Bhutan, wo die Tiere tatsächlich noch in ihrem ursprünglichen Habitat leben. Und es gilt: Je härter die Umweltbedingungen, desto schöner und dichter das wärmende Flaumhaar unter dem groben, glatten Grannen.
Herstellung: Die ursprüngliche Verfahrensweise der Flaumhaargewinnung ist das das Aufsammeln der Flaumhaare, die von den Ziegen im Frühjahr an Sträuchern und Bäumen abgestreift werden, durch die Hirten. So können 150-200g feinsten Flaumhaares pro Ziege gesammelt werden. In Ost und Zentralasien werden die Ziegen inzwischen ein- bis zweimal pro Jahr gekämmt, wobei man 600-800g Material pro Ziege erhält. In Vorderasien werden die Tiere geschoren, um an die geforderten Quantitäten zu gelangen. In der Türkei und in Afghanistan stammt die Ware von den Fellen geschlachteter Ziegen aus der Ziegenlederindustrie. Je nach Verfahren variiert der Preis des Rohstoffs und so lässt sich die unterschiedliche Preisstruktur für Cashmereprodukte erklären.
Eigenschaften: Cashmere zeichnet sich durch sein geringes Gewicht, seine besondere Weichheit und seinen angenehmen wärmenden Tragekomfort aus. Die gröberen Haare haben einen Durchmesser von 18-22 Mikron und werden z.B. in der Teppichindustrie eingesetzt. Die feineren Haare (14 – 22 Mikron) finden ihren Einsatz in der Textilindustrie.

Die Bezeichnung „Cashmere“ ist ein geschützter Begriff: in Europa dürfen nur Produkte aus den Flaumhaaren der Kaschmirziege mit „Cashmere“ gekennzeichnet werden. In den USA bezeichnet man sogar nur Fasern mit einer Feinheit von unter 19 Mikron als etikettenwürdiges Cashmere.
Der Begriff Pashmina ist in Deutschland inzwischen sehr bekannt und sorgt für viel Unsicherheit.

– Pashmina ist kein Rohstoff, der von besonderen Bergziegen aus dem Himalaya stammt, sondern nur eine Bezeichnung für ein aus Cashmere oder Cashmere/Seide gefertigtes Tuch.
– Das Wort „Pashmina“ stammt ursprünglich aus dem Persischen und bedeutet „Wolle“ oder „aus Wolle gefertigt“ Der Begriff ist nicht geschützt, was dazu führt, dass unter dem Begriff „Pashmina“ oft Tücher aus Viskose, Polyester oder anderen Kunstfasern verkauft werden.

Achten Sie immer auf das Etikett: Nach dem Textilkennzeichnungsgesetzt muss jedes Produkt mit einer detaillierten Rohstoffangabe ausgewiesen werden. Auf Ihrem Pashminaschal muss also immer auch stehen, aus welchem Material er tatsächlich gemacht wurde.

Beim Kauf ist zu beachten:
– Reines Cashmere ist matt und glänzt nicht
– Der Griff sollte sich seifig-matt anfühlen
– Körperwärme sollte bald spürbar sein
– Cashmere ist eine natürliche tierische Faser, daher ist das sogn. „pilling“ (Knötchenbildung durch Reibung) nach einer gewissen Zeit natürlich und ist kein Zeichen schlechter Qualität.

MERINOSCHAF (Gattung: Schaf, Familie: Hornträger) — MERINO

Merinoschaf

Tier: Der wichtigste Wolllieferant ist das Schaf. Viele unterschiedliche Schafrassen liefern Wolle in verschiedenster Kräuselung, Feinheit, Elastizität, Farbe und Glanz. Eines der bekanntesten Feinwoll-Schafrassen ist das Merinoschaf. Es stammt ursprünglich aus Spanien. Die Ausfuhr der Merinos wurde damals durch das spanische Königshaus bei Todesstrafe untersagt. Dadurch konnte Spanien bis zum 18. Jahrhundert mit der so genannten “spanischen Wolle” weltweit Handel treiben. Heute sind Australien und Neuseeland die größten Wollproduzenten. Der Anteil von Merinowolle am gesamten Jahreswollumsatz beträgt etwa 40%.
Herstellung: Die Tiere werden bis auf die Haut geschoren und geben zwischen 2 bis 4 Kilogramm Wolle (gewaschen) pro Jahr. Bis zu 10 kg Merinowolle können von Spitzentieren gewonnen werden. Wolle der ersten Schur eines Schafes werden Lambswool genannt. Sie ist feiner und weicher als die Wolle späterer Schuren. Man schert die gesäuberten Schafe mit der Schafschere oder der Maschine. So gewinnt man das Vlies = das zusammenhängende Wollkleid. Die Vliese werden aufeinander gelegt und zu Ballen gepresst. Die beste Wolle kommt von den Schultern und von den Seiten. Danach wird die Wolle gewaschen und versponnen.
Eigenschaften: Die Merinowolle ist eine sehr fein, stark gekräuselt und besonders weiche Wolle. Die Faserfeinheit beträgt 16-23,6 Mikron. Sie ist sehr elastisch und von hochwertiger Qualität und kann bis zu 33% ihres Trockengewichts an Wasser aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Die Wolle wird als Kammgarn (d.h. gekämmte Fasern die zu einem glatten, stark gedrehter Faden weiterverarbeitet werden) in hochwertigen Textilien und verwendet.

MOSCHUSOCHSE = Qiviuk (Gattung: Ochse, Familie: Hornträger)

Moschusochse

Tier: Der Moschusochse (Ovibos moschatus), auch als Bisamochse oder Schafsochse bezeichnet, ist wird bis zu 1,30 m groß und ist heute in Grönland, Kanada, Sibirien und Alaska zu finden. Kleine ausgewilderte Herden leben auch in Norwegen und Schweden. Moschusochsen besitzen ein langes, dichtes Fell, das fast bis auf die Hufe herabreicht und aus mehreren unterschiedlichen Haararten zusammengesetzt ist.
Herstellung: Das im Winter sehr dichte Haar lässt die Tiere sehr massig erscheinen. Unmittelbar auf der Haut liegt ein dichtes, 5 cm langes Unterfell aus feiner Wolle, welches das ganze Tier außer an Hufen und Hörner sowie einer kleinen Stelle zwischen Nüstern und Lippen bedeckt und in den Monaten Mai bis Juli gewechselt wird. Das Material ist für die einheimische Bevölkerung reserviert.
Eigenschaften: Das Haar des Moschusochsen ist mit 10-12 Mikron eines der feinsten Haare weltweit.

ROMANOWSCHAF (Gatttung: Schaf, Familie: Hornträger) — CASHWOOL

Romanowschaf

Tier: Cashwool ist eine Art Schafswolle und stammt vom Romanowschaf (Schaf=Ovis) ab, einer Schafsrasse, die dem Urschaf am nächsten kommt. Das Romanowschaf kommt ursprünglich aus den Hochtälern des Himalayas, dessen harte Witterungsbedingungen dazu beigetragen haben, dass es eine besonders feine Wolle entwickeln konnte. Die Wolle dieses Schafes ist dem Haar der Kaschmirziege zum verwechseln ähnlich und eine DNA Analyse beweist, dass die Gene der beiden Tierarten nahezu identisch sind.
Herstellung: Wie jedes Schaf wird das Romanowschaf geschoren. Die Wolle des Schafes wird genauso wie Cashmere verarbeitet (d.h. gesäubert und entgrannt) kommt als „Cashwool“ auf den Markt.
Eigenschaften: Cashwool ist Cashmere zum Verwechseln ähnlich, aber auf Grund der hohen Rohstoffmengen die ein Schaf im Vergleich zur Kaschmirziege liefert, wesentlich günstiger. Die Wollfaser kann durch ihre ganz spezifische Schuppenstruktur auf der Oberfläche identifiziert werden.
Zu beachten ist, dass heute auch Mischungen aus Cashmere und Wolle als „Cashwool“ auf den Markt kommen. Beachten Sie immer das Etikett.

SEIDENSPINNER (Gattung: Bombyx, Familie: Echte Spinner) — MAULBEERSEIDE/WILDSEIDE

Seide

Tier: Der Seidenfaden wird durch die Raupe eines Schmetterlings erzeugt, der sogn. „Seidenraupe“. Der Schmetterling legt etwa 300-400 Eier aus denen die kleinen Raupen schlüpfen. Sie werden mit den frischen Blättern des Maulbeerbaums ernährt. Daher der Name „Maulbeerseide“. Die kleinen Raupen werden innerhalb eines Monats bis zu 10cm groß. Dann fangen sie an sich einzuspinnen, indem sie einen Faden produzieren. So entsteht der Kokon.
Neben dem gezüchteten Maulbeerspinner gibt es auch noch den wild lebenden Seidenspinner (Tussahspinner), der auf Eichenbäumen lebt. Die berühmte bräunliche Farbe der Tussahseide, oder „Wildseide“ stammt aus dem hohen Tanningehalt der Eichenblätter, die von dem Seidenspinner verzehrt werden.
Herstellung: In dem Kokon verwandelt sich die Raupe in einen Schmetterling. Doch bevor er schlüpfen kann, wird er mit heißem Dampf getötet. So verhindert man, dass der Seidenfaden = Kokon beim Schlüpfen beschädigt wird. Der Seidenfaden wird nun abgehaspelt. Die Länge eines Kokons kann bis zu 3000m betragen (Haspelseide)! Nur ¼ des Kokons ist abhaspelbar. Der Rest wird zu Nähseide versponnen und heißt Schappeseide. Die aus dem Prozess entstehenden Abfälle werden ebenfalls versponnen und heißen Bouretteseide. Somit haben wir drei verschiedenen Qualitätsstufen: Haspelseide, Schappeseide und Bouretteseide. Die aus den Kokons des chinesischen Tussahspinners gewonnene Seide nennt man Shantungseide.
Eigenschaften: Reine Seide ist fein, weich, leicht und hat edlen Glanz. Von allen Naturfasern besitzt sie die beste Reiß- und Scheuerfestigkeit und wird deshalb gerne in der Handweberei verwendet. Seidenstoffe sind verhältnismäßig knitterarm, Falten hängen sich leicht wieder aus. Reine Seide guter Qualität ist sehr teuer. Maulbeerseide ist weiß und sehr fein (ca. 3Mikron). Shatungseide ist wesentlich gröber (ca. 15Mikron), oft noppig und damit fülliger.

SIBIRISCHER STEINBOCK (Gattung: Ziege, Familie: Hornträger) — YANGIR

Yangir

Tier: Der Sibirische Steinbock (Capra Ibex Sibirica) ist eigentlich eine Gemse. Seinem Namen nach könnte er aus Sibirien stammen, aber hauptsächlich kommt er in Zentralasien vor. Deshalb nennt man ihn auch den „Asiatischer Steinbock“.
Er lebt auf den Wiesen und Felsen der Berge Zentralasiens und schützt sich vor seinen Jägern (Wölfe, Schneeleoparden, Luchse, etc) indem er sich in schwindelerregender Höhe (bis zu 6.000m) auf atemberaubenden Felshängen versteckt. Der Capra Ibex Sibirica steht nicht auf der roten Liste.
Herstellung: Der Sibirische Steinbock ist ein Wildtier, d.h. er kann weder gezüchtet, noch geschoren werden. Sein Fleisch gilt als Delikatesse und wird in Zentralasien mit Vorliebe gegessen. Die Felle werden auf Märkten in China verkauft. Dort wird es auch gesäubert und entgrannt. Das feine Flaumhaar, Yangir genannt, wird in streng limitierten Mengen von einem einzigen europäischen Händler importiert.
Eigenschaften: Yangir ist feiner, weicher und wärmender als jeder Cashmere. Das liegt an seiner ausserordentlichen Feinheit von 12,5 Mikron. Die Naturfarbe ist goldgelb. Deshalb wird das Material auch „das goldene Vlies Zentralasiens“ genannt.

TSCHIRU ANTILOPE (Gattung: Pantholops, Familie: Hornträger) — SHAH TOOSH

Tschiru Antilope

Tier: Der Tschiru (Pantholops hodgsonii), auch als Orongo oder Tibetantilope bekannt, ist eine rehgroße, gazellenähnliche Antilope. Molekulargenetische Untersuchungen zeigen, dass wahrscheinlich die Einordnung bei den Ziegenartigen korrekt ist, obwohl der Tschiru auf dem ersten Blick überhaupt nichts Ziegenähnliches hat. Der Tschiru ist vom Aussterben bedroht.
Herstellung: Trotz Handelsverbot werden jährlich noch ca 40kg Shah Toosh gehandelt und für einen Preis von bis zu 10.000€ verkauft.
Eigenschaften: Das Flaumhaar ist die feinste tierische Faser weltweit mit einer Dichte von nur 8-10 Mikron.

VICUNJA (Gattung: Vicugna, Familie: Kamele) — VICUÑA

Vicunja

Tier: Das Vikunja (Vicugna vicugna) ist die einzige Art der Gattung Vicugna und gehört zur Familie der Kamele. Es ähnelt dem Guanako, ist aber kleiner und schlanker. Es lebt in den Hochanden von Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile auf bis zu 5.500m. Das Fell ist wesentlich feiner als das verwandter Arten und so dicht, dass es wie eine Isolierschicht gegen die Kälte wirkt.
Herstellung: Die Wolle der Vicunjas gilt als eine der seltensten und teuersten der Welt. Im Jahr 1965 war seine Zahl auf 6000 zurückgegangen. Seitdem haben Schutzmaßnahmen aber zu einer rasanten Erholung der Bestände geführt, so dass es heute wieder etwa 200.000 Vikunjas gibt. Das Haar ist nur mit speziellen Lizenzen handelbar.
Eigenschaften: Das Flaumhaar der Vicunjas gehört mit 12,5 Mikron zu den besonders feinen Edelhaaren.

 

Bildquellen Tierhaarlexikon:
1) Alpaka (Wikipedia) (Quelle: Eva Hejda, Wikipedia).
2) Angorakaninchen (Wikipedia) (Photo courtsey of Betty Chu, who has licensed its use under the GFDL).
3) Angoraziege (Wikipedia) This image (or other media file) is in the public domain because its copyright has expired.
4) Kamel Lizenz: (Wikipedia) http://www.usgs.gov/disclaimer.html Information presented on this website is considered public information (unless otherwise noted) and may be distributed or copied.
5) Tschiru Antilope www.saudeanimal.com.br Estas imagens e textos só podem ser utilizados para uso educacional e não podem ser usados para qualquer propósito não-educacional ou comercial.
6) Guanako (Wikipedia) Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License.
7) Kashmirziege www.tierportraet.ch/bilder06b/kaschmirziege01.jpg.
8) Merinoschaf (Wikipedia) merino sheep photo taken by myself at the Paris Agriculture Salon 2004 Copyright © 2004 David Monniaux.
9) Moschusochse (Wikipedia) Duesentrieb grants anyone the right to use this work for any purpose, without any conditions, unless such conditions are required by law.
10) Romanowschaf http://shop.ulmer.de/QUlEPTk5MDcmTUlEPTE5Njg.html.
11) Seide (Wikipedia) This image (or other media file) is in the public domain because its copyright has expired.
12) Vicunja (Wikipedia) Official license.

Weitere Quellen:
– Die Pflegetipps wurden mit freundlicher Unterstützung von Acitac (CH) zusammengestellt.
– Das Tierlexikon wurde mit freundlicher Unterstützung der Groupe René Friedlin AG zusammengestellt.
– BildquelleVeranstaltungen: www.photocase.com

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